Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan Karakalpakstan in Usbekistan Alleingelassen am Aralsee Von Edda Schlager und Beate Eschment Eine Verfassungsänderung in Usbekistan sollte ihnen ihre Selbstbestimmung nehmen: den Menschen in der autonomen Republik Karakalpakstan. Blutige Ausschreitungen Anfang Juli waren die Konsequenz. Zu Sowjetzeiten war Karakalpakstan die einzige autonome Republik in Zentralasien und eine der ärmsten Regionen in Usbekistan. Die knapp zwei Millionen Menschen leiden unter dem Austrocknen des Aralsees als Folge intensiver Landwirtschaft. Allerdings hat der Konflikt zwischen Usbekistan und den Karakalpaken damit wenig zu tun, sondern ist das Erbe der sowjetischen Nationalitätenpolitik. Nicht zuletzt Russlands Krieg gegen die Ukraine zeigt, wie bedeutsam dieses sowjetische Erbe für die Gegenwart sein kann.

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Podcast "Deep Doku" Handelsware Kind Von Jan Wiese und Adrian Bartocha Regie: Gabriela Hermer Ursendung "Moderne Sklaverei" - so bezeichnet ein hochrangiger Ermittler dieses Phänomen. Zusammengepfercht in Kleintransportern, verladen in Kühllastern, monatelang unterwegs, festgehalten in verlassenen Lagerhallen oder Wohnungen. So werden viele Kinder und Jugendliche aus Vietnam nach Deutschland gebracht. Berlin ist eine der wichtigsten Drehscheiben für den vietnamesischen Menschenhandel. 15.000 bis 20.000 Dollar kostet der Weg ins vermeidliche Glück. In Nagelstudios, als Zigarettenverkäufer, Drogenkuriere oder als Gärtner in illegalen Cannabisplantagen müssen die Opfer dann ihre Schulden abarbeiten. Wann abbezahlt ist, bestimmen die Menschenhändler. Ihre Opfer sind ihnen ausgeliefert. Auf Jahre. Ein Millionengeschäft.

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

"Das war ein Zusammenkommen auf Augenhöhe" Eine Nachwende-Dorfgeschichte in Thüringen Von Magdalena Neubig Magdalena ist nach 1990 in Erfurt geboren und in Riechheim, einem Dorf in der Nähe der thüringischen Landeshauptstadt, aufgewachsen. Ihre Eltern waren kurz vor ihrer Geburt aus Westdeutschland nach Thüringen gezogen. Ist sie "Ossi" oder "Wessi"? Die Frage tauchte in ihrer Kindheit gar nicht auf. Erst später wurde ihr klar, dass "Ost" oder "West" maßgebliche Kategorien für das Erwachsenenleben waren. Bei der Frage, warum das für sie in jungen Jahren keine Rolle spielte, stieß sie auf eine bemerkenswerte thüringische Dorfgeschichte im wiedervereinten Deutschland.

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Miami Punk: The Complete DLC (2/3) Abenteuer 2: Marsch der Toten Hörspiel-Spiel von Juan S. Guse Komposition: Nikolai von Sallwitz Artwork: Sebastian Stamm Regie: Iris Drögekamp sowie Felix Lehmann Mit Stefan Konarske, Lisa Hrdina, Taner Sahintürk, Sebastian Zimmler, u.v.m. NDR/SWR 2022, URSENDUNG Das zweite Abenteuer spielt in einem Außenposten der US-Küstenwache inmitten der Wüste vor der Küste Miamis, Hunderte Kilometer vom Festland entfernt. Der Bürgermeister, die Lyrikerin und die Person aus der Werbung heuern hier als Kadetten der Küstenwache an, die mit der Überwachung der Wüste beauftragt ist. Sie erhalten den Auftrag, dem Hilferuf einer sogenannten Pilgergruppe nachzugehen, die in der Wüste verloren gegangen sein soll. Bei ihrer Suche durch die surreale Landschaft aus Sand und Müll geraten sie jedoch in den Konflikt zwischen beiden mächtigsten, verfeindeten Gruppen der Wüste: dem Stamm der Japanerinnen und dem der Händler. Mehr unter www.ndr.de/miamipunk. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Kajetan und die Betrüger (2/2) Von Robert Hültner Mit Sebastian Kempf, Barbara de Koy, Sebastian Fischer, Judith Toth, Burchard Dabinnus, Stefan Merki, Nina Steils, Harry Täschner und anderen Komposition: Michael Emanuel Bauer Regie: Stefanie Ramb BR 2022 Ursendung Robert Hültner, geb. 1950 in Inzell/Chiemgau. Nach dem Studium an der Filmhochschule München reiste er mit einem Wanderkino durch Dörfer und restaurierte historische Filme für das Münchner Filmmuseum. 1993 veröffentlichte er seinen ersten Inspektor-Kajetan-Krimi Walching sowie weitere Kriminalromane, Filmdrehbücher und Theaterstücke (u.a. Schikaneder, 2004). Für seine Inspektor-Kajetan-Reihe, die im München und bayerischen Alpenvorland der Zwanziger Jahre verortet ist, erhielt er zweimal den Deutschen Krimipreis, sowie den Glauser-Preis. Robert Hültner lebt in München und in den südfranzösischen Cevennen. Weitere BR-Hörspiele u.a. Walching (1995), ARD-Radio Tatorte u.a. Menetekel (BR 2015), Unten am Fluss (BR 2016), Die weiße Frau (BR 2017), Rudi muss raus (BR 2018), Der Schatz in der Taverne (BR 2019).

Mittwoch 21:00 Uhr Bremen Zwei

Wischmeyers Stundenhotel: Der große Verzicht

In Kriegs- und Krisenzeiten sagen uns Politiker und Medien ungefragt, dass wir nun auf etwas verzichten müssen. Aber: Muss man auf das verzichten, was einem besonders am Herzen liegt? Oder darf es auch etwas sein, was man ohnehin nicht mag? Darüber philosophieren Dietmar Wischmeyer und Tina Voß in der neuen Folge des Bremen-Zwei Podcasts "Wischmeyers Stundenhotel".

Mittwoch 21:05 Uhr SWR2

SWR2 NOWJazz

Packende Grooves - Die amerikanische Schlagzeugerin Savannah Harris Von Thomas Loewner Kaum eine andere Musikerin ist derzeit in der kreativen New Yorker Musikszene so präsent wie die Schlagzeugerin Savannah Harris. Sie arbeitete bereits mit Jason Moran, Kenny Barron, Peter Evans oder Geri Allen zusammen. Dabei beschränken sich ihre Aktivitäten nicht nur auf Jazz, genauso saß sie auch schon für verschiedene Hip-Hop- R&B- und Soul-Acts an den Drums oder sie komponierte Filmmusiken. Mit ihrem aktuellen eigenen Trio spielt sie einen Modern Jazz, der sich traumwandlerisch zwischen den Polen ihrer bisherigen Arbeit bewegt, stets zusammengehalten von ihren packenden, dynamischen Grooves.

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy schräge Lieder Politische Radioshow - Arbeit in Deutschland (2/2) "Zingsheim braucht Gesellschaft" Mit Kirsten Fuchs, Cynthia Nickschas, Fatih Çevikkollu, Martin Zingsheim, u.a. Martin Zingsheim lädt zu einer neuen Folge der politischen Radioshow "Zingsheim braucht Gesellschaft" ein. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal in Köln gesellen sich diesmal die Autorin Kirsten Fuchs, die Liedermacherin Cynthia Nickschas, der Kabarettist Fatih Çevikkollu und Katja Urban von der Initiative "ArbeiterKind.de" auf die Bühne. Gemeinsam gehen sie auf das Thema "Arbeit in Deutschland" ein, den diesjährigen Schwerpunkt der "Deutschlandfunk-Denkfabrik". Wie sehr bestimmt unsere Herkunft das spätere Arbeitsleben? Wie abhängig ist der soziale Status von unserem erlernten Beruf? Und vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Menschen, die im Kulturbereich arbeiten, gerade nach der Pandemie? Martin Zingsheim und seine Gäste versuchen, sich in Talks, Liedern, Lesungen und kabarettistischen Programmausschnitten nicht nur den Problemen, sondern auch möglichen Lösungswegen zu nähern. Musikalisch begleitet wird der Abend von Claus Schulte am Schlagzeug, Martin Weber an der Geige, Nils Wittmann an der Klarinette und natürlich Gastgeber Martin Zingsheim am Klavier. Sie hören heute in den "Querköpfen" den zweiten Teil der Radioshow zum Thema "Arbeit in Deutschland".

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Kein schöner Land

Eine deutsche Spurensuche mit dem Verleger Tom Lamberty von Nils Kahlefendt (Ursendung) Von Tom Lambertys Terasse geht der Blick übers Saaletal, nach Schulpforte, Naumburg und weit ins Land: Italien mit ICE-Anschluss. Lamberty, im Westerwald aufgewachsen, ging Anfang der 1980er Jahre nach Westberlin, lernte Programmieren und stürzte sich kopfüber in diverse Projekte der Alternativszene. Anfang der Nullerjahre holten ihn Heidi Paris und Peter Gente zum Merve Verlag, der Studenten, Spontis und die Avantgarde des Kunstbetriebs verlässlich mit wildem, linken Denken versorgte. Seit 15 Jahren leitet Lamberty den mittlerweile nach Leipzig umgezogenen Verlag - und arbeitet im Brotjob für den Technikkonzern Cisco Systems. Seit 2016 lebt er mit seiner Familie in Naumburg. Dort kennt man vor allem seinen Großvater: Friedrich "Muck" Lamberty, der charismatische Wanderprediger, der mit seiner "Neuen Schar" vor 100 Jahren durch Thüringen zog, in Naumburg eine florierende Drechselei-Manufaktur betrieb und 1951 in den Westen floh - wo er in den Sechzigern als Vorläufer der Hippie-Bewegung wiederentdeckt wurde. In den Achtzigern bereiste Tom Lamberty mit seinem Vater, der in Wickersdorf zur Schule gegangen war, die alte Heimat der Familie, nun DDR. Die pittoreske Villa über den Weinbergen entdeckte er, als er 30 Jahre später mit seinem jüngsten Sohn kreuz und quer durch den Osten fuhr. Wie lässt sich ein mit der Alternativkultur der alten Bundesrepublik sozialisierter Intellektueller auf seine mitteldeutsche Geschichte und Gegenwart ein? Mit all den wilden, unerhörten Erzählungen, den Sounds und Songs, den dunklen Flecken und Gespenstern der Vergangenheit? Eine touristische Kaffeefahrt ist Kein schöner Land nicht, eher die Reise durch einen Kopf, der Deutschland denkt. Und fühlt. Und fürchtet? Nils Kahlefendt, geboren 1962 in Zwickau, studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik in Leipzig, wo er seit 1983 lebt. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor und Journalist für Printmedien, Hörfunk und Kulturinstitutionen; u. a. MDR Kultur, Deutschlandfunk, F.A.Z., Stiftung Buchkunst. Seit 1997 ist er Korrespondent des Fachmagazins Börsenblatt, seit 2008 gehört er dem Kuratorium des Vereins der Hotlist der unabhängigen Verlage an. Seit 2019 ist er Teil des Organisationsteams des Literarischen Herbsts - Leipziger Festival für Literatur. (59 Min.)

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Der Fuchs und der Igel (1/3) Von Daniel Cil Brecher Regie: Robert Matejka Mit: Manfred Zapatka, Jürgen Hentsch, Hilmar Thate, Herbert Sand, Jutta Wachowiak, Hans-Werner Meyer, Matthias Matschke, Victor Deiß, Horst Hiemer, Mark Oliver Bögel, Werner Rehm, Helmut Krauss, Helmut Vogel, Thomas Holländer, David Dietrich, Birgitt Dölling Ton und Technik: Andreas Narr und Barbara Zwirner Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2000 Länge: 47"38 Teil 2 am 05.10.2022, 22.03 Uhr Durch die Kubakrise 1962 erreichte der Kalte Krieg eine neue Dimension. Die USA und die UdSSR kamen während dieser 13-tägigen Krise einem möglichen Atomkrieg so nah wie nie. Daniel Cil Brecher entwickelt aus dem Archivmaterial ein Hörspiel. 1961: Während sich die Truppen der USA und der UdSSR beim Berliner Mauerbau gegenüberstehen, hat der strategische Fernkampf der Weltmächte einen anderen Schauplatz: Kuba. Washington plant die Invasion und die Beseitigung Fidel Castros. Moskau braucht Kuba, um vor der Haustür des Feindes Atomraketen zu stationieren. Fast 40 Jahre später werden die sowjetischen Archive zugänglich, und auch die USA geben die Tonbandaufnahmen heraus, die Präsident Kennedy von den Krisensitzungen im Weißen Haus anfertigen ließ. Daniel Cil Brecher, geboren 1951 in Tel Aviv, Historiker, Autor, Publizist. Er wuchs in Deutschland auf, studierte Geschichte und Philosophie. Seit 1986 lebt er in Amsterdam und schreibt Hörspiele und Features, unter vielen anderen: "Flushing Meadow" (DLR Berlin/SR 1997), "Ground Zero" (Deutschlandfunk 2011), "Danke, dass Sie dienen" (Deutschlandfunk/WDR 2016), "Das tote Kind von Xanten und der Mord an der Witwe Stern - Zwei antisemitische Kriminalfälle" (WDR 2019) und zuletzt "Eine Minderheit im Aufbruch. Die palästinensischen Bürger Israels als neue politische Kraft" (Deutschlandfunk 2022).

Mittwoch 23:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Jazztime

Jazz aus Nürnberg: Studio-Aufnahmen Session im Studio Nürnberg Mit Peter Evans, Trompete; Rudi Mahall, Klarinette; Robert Landfermann, Bass und Oli Steidle, Schlagzeug Aufnahme vom 12. September 2022 Moderation und Auswahl: Beate Sampson

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